Nachschlagewerk
Glossar: Angelbegriffe erklärt
Fachbegriffe aus den Guides, kurz und verständlich erklärt. Ein Begriff taucht in einem Guide zum ersten Mal verlinkt auf, hier findest du die Definition zum Nachschlagen.
Ausrüstung
Geflochtene Schnur
Angelschnur aus mehreren verflochtenen Fasern. Bei gleicher Tragkraft dünner als monofile Schnur, kaum dehnbar, dadurch direkteres Bissgefühl, aber weniger verzeihend bei Fehlern.
Karabiner / Snap
Schnappverschluss am Vorfachende für schnellen Köderwechsel ohne neu zu knoten. Ein einfacher Karabiner ist ein bekannter Schwachpunkt; hochwertige Snap-Typen mit hoher Federkraft (z. B. Cross Lock, Stay Lok) sind belastbarer.
Monofile Schnur
Angelschnur aus einem einzelnen Kunststofffaden. Günstiger als geflochtene Schnur, dehnbarer und verzeiht Anfängerfehler eher, hat aber weniger direkten Kontakt zum Köder.
Pose
Schwimmender Bissanzeiger an der Montage. Sinkt oder zuckt auffällig, wenn ein Fisch anbeißt. Typisch für ruhiges Angeln auf Friedfisch.
Sbirolino
Durchsichtiger oder getönter Wasserkugel-Auftriebskörper, der leichte Köder weiter wirft und in einer bestimmten Tiefe führt. Häufig beim Forellenangeln eingesetzt.
Stationärrolle
Die gängige Rollenart mit feststehender Spule, die sich beim Wurf nicht mitdreht. Der Standard für die meisten Einsteiger-Setups.
Vorfach
Kurzes Schnurstück zwischen Hauptschnur und Köder oder Haken, meist aus Fluorocarbon oder Stahl. Oft unauffälliger im Wasser oder abriebfester als die Hauptschnur.
Wirbel
Verbindungsstück zwischen Hauptschnur und Vorfach. Verhindert durch eine drehbare Lagerung, dass sich die Schnur verdrallt, vor allem bei rotierenden Ködern wie Spinnern.
Wurfgewicht
Der Bereich, für den eine Rute ausgelegt ist, angegeben in Gramm. Gemeint ist das Gewicht von Köder plus Blei, das die Rute noch kontrolliert werfen kann, nicht das Gewicht des Fisches.
Übersetzung
Das Verhältnis von Kurbelumdrehungen zu Schnureinzug bei einer Rolle, angegeben etwa als 5.2:1. Bestimmt zusammen mit der Spulengröße, wie viel Schnur eine Kurbelumdrehung einholt. Deshalb ist eine Kurbelgeschwindigkeit in "Umdrehungen pro Sekunde" nie für jede Rolle gleich schnell.
Technik
Ansitzangeln
Angelmethode, bei der die Montage ausgeworfen wird und du an einem festen Platz auf den Biss wartest, im Gegensatz zum aktiven Spinnfischen.
Feederangeln
Grundangel-Methode mit einem Futterkorb (Feeder) statt einfachem Blei, der den Köder direkt mit Lockfutter am Gewässergrund anbietet.
Jiggen
Führungstechnik, bei der ein meist mit Bleikopf beschwerter Köder ruckartig vom Boden angehoben wird und wieder absinkt.
Montage
Die komplette Anordnung aus Schnur, Vorfach, Haken oder Köder und gegebenenfalls Blei oder Pose, wie sie am Wasser aufgebaut und ausgeworfen wird.
Fischarten
Friedfisch
Sammelbegriff für Fische, die sich überwiegend von Pflanzen, Kleintieren oder Aas ernähren, etwa Karpfen, Brasse oder Rotauge. Gegenstück zu Raubfisch.
Raubfisch
Sammelbegriff für Fische, die aktiv andere Fische jagen, etwa Hecht, Zander oder Barsch. Gegenstück zu Friedfisch.
Recht
Angelerlaubnis
Auch Angelkarte genannt. Die Erlaubnis, an einem konkreten Gewässer zu angeln, ausgestellt vom Verein oder Pächter, meist als Tages-, Wochen- oder Jahreskarte. Ersetzt nicht den Fischereischein.
Fischereischein
Bestätigt deine Sachkunde nach bestandener Fischerprüfung. Gilt bundesweit und berechtigt grundsätzlich zum Angeln, ersetzt aber nicht die Angelerlaubnis für ein konkretes Gewässer.
Mindestmaß
Die Länge, ab der ein gefangener Fisch entnommen werden darf. Wird von jedem Bundesland eigenständig geregelt und unterscheidet sich teils auch je nach Gewässer.
Schonzeit
Der Zeitraum, in dem eine Fischart nicht gefangen werden darf, meist während der Laichzeit. Wird von jedem Bundesland eigenständig geregelt.
Touristenfischereischein
Ein zeitlich befristeter Fischereischein ohne Fischerprüfung, den einzelne Bundesländer für kurze Zeiträume ausstellen. Ersetzt den regulären Fischereischein nicht dauerhaft und gilt nur im ausstellenden Bundesland.